Fishing

Heute morgen aufgestanden, auf dem Weg zum Wasser holen, noch Schlaftrunken als mir Jack über den Weg läuft und fragt ob ich bock auf „fishing with locals“ hab. Kurz überlegt, keinen Plan, warum nicht? Kurz Sachen zusammengepackt und los, direkt nach Parapat ans Festland wo wir besagte locals abholen wollten.  An deren Boot festgemacht und dann sind sie eingestiegen. Am Ende waren wir 10 leichtgewichtige locals et moi auf dem kleinen Segelboot das es einen Post weiter unten zu sehen gibt. Ein kleines Kind war dabei und natürlich der Capo aka der Älteste. Mit dem Moment seiner Betretens des Bootes war klar, das er der Chef ist und Kommandos gibt. Natürliche Autorität nennt man soetwas wohl, wobei der vom Segeln natürlich keine Ahnung hat, macht aber nichts. Es war Zeit für die ersten Bilder, Kamera raus und was muss ich feststellen? Speicherkarte im Laptop, epic fail! Naja keine Bilder, gar nicht so schlecht übrigens, dafür ein abgefahrener Tag.

Gemütliche Fahrt dahin wo es viel Fisch gibt, mit allerlei Essen aus der Tüte (d.h hauptsächlich Reis mit Kleinigkeiten dazu), gegesen wird hier ausschliesslich mit den Fingern, bisschen Segeln, und natürlich war auch Captain J mit an Bord. Wirklich strange ist es zu sehen wie anders die Leute hier drauf sind. Ein Beispiel, auf dem Boot gehört alles allen. Da wird nicht gefragt sondern es ist selbstverständlich das sich jeder alles beim anderen nehmen kann, seien es Zigaretten, Essen, oder Sonnencreme. Auch wenn man sich mit den Menschen nicht wirklich unterhalten kann, hat man immer das Gefühl willkommen zu sein.

Gejagt werden die Fische mit einer Harpune 1.0. Bambusstab, Dreizack und hinten dran Gummiseil zum spannen. Dann ab ins Wasser und tauchen. Die Jungs können trotz unfassbarem Zigarettenkonsum ziemlich lange die Luft anhalten. Kann anscheinend auch nicht jeder, da man lernen muss wie man sich an den Fisch ranmacht ohne das er was merkt. DIe Fische werden dann, nachdem sie getroffen sind durchs Maul auf ein Seil gezogen das der Fischer hinter sich herzieht. Am Ende des Spektakels hatten wir 11 dicke Fische, das Fleisch erinnert wirklich eher an ein Steak und war einer der genehmsten Fische ever.

Dann auf dem Rückweg am Ufer an ner „Siedlung“ halt gemacht um da zu essen und zu trinken. Nudelsuppe und natürlich Tuak war angesagt, ca. 20 Leute, das mit Gesellig hab ich ja schon erwänt. Dazu Wildschwein, frisch erlegt und extrem lecker. Nach ordentlichem Austausch von diversen Meinungen, von denen ich nicht viel mitbekommen hab hieß es dann abfahrt. Alle Mann auf´s Boot und losgefahren. Ging ne Weile ganz gut, als plötzlich am Motor hinten die Antriebsstange samt Propeller nen abgang gemacht hat. Obwohl einer der Jungs innerhalb einer halben Sekunde, ich hatte noch gar nicht gecheckt was passiert ist, im Wasser war, war die Stange weg. Große Aufregung auf dem Boot und natürlich Gelächter. Da würde keiner auf die Idee kommen, irgendwie deswegen schlechte Laune zu bekommen oder sich direkt damit zu beschäftigen wie man nun heimkommt. Erste Spruch der da kommt, „fun anyway“ Also Segeln, ist ja nicht zum Spass ein Segelboot. Dummerweise kam der Wind aus der falschen Richtung und völlig überladen war das Boot auch. Gut das der Chef vom lokalen Schiffsbauunternehmen an Bord war und eines seiner Boote zum Schleppen kommen lassen konnte. Dauerte ca 2h in denen wir alles versucht haben uns nur nicht vom Fleck bewegt habrn.

Egal, wir sind schliesslich nach 10h aufm Wasser und mittlerweile auch etwas unterkühlt angekommen, haben den Grill angeworfen und wie oben bereits erwänht einen der besten Fische ever gemacht, gegessen ganz unstressig mit den Fingern, bisschen Reis und Chilli in Sojasoße.

Keine Bilder, dafür gute Erinnerungen! Morgen zum Huhn schlachten und zubereiten werd ich aber die Kamera wieder am start haben.

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