Bukit Lawang – Another chilled week in Sumatra

Nach zwei Wochen Internetabstinenz gibt es die kommenden Tage wieder das ein oder andere Update. Ich kann mich gar nicht daran erinnern wann ich das letzte Mal zwei Wochen ohne Internet war, aber überraschender Weise lässt es sich auch ohne Internet leben, nichtsdestotrotz folgend das Geschehen nachdem wir Lake Toba verlassen haben:

Bukit Lawang wurde 2003 von einer verheerenden Flutwelle nahezu komplett zerstört. Durch Abholzung des Urwalds und anschliessendem entsorgen von nicht zu gebrauchenden Hölzern hatte sich in dem Fluß der auch durch Bukit Lawang fliesst ein enormer Staudamm gebildet. Als es dann zu ausgiebigen Regenfällen kam ist der Damm gebrochen und eine, je nach Berichten 5-10m hohe Flutwelle ist durch das Dörfchen gerast. Dabei ist nicht viel übrig geblieben von BL, ca. 500 Häuser zerstört und 250 Menschen ertrunken. Der Tourismus kam daraufhin komplett zum Erliegen und erholt sich bis heute nur langsam davon.

Bukit Lawang, das Tor zum Dschungel an der Grenze zur Provinz Aceh und ausserdem die Möglichkeit Orang Utans in der freien Wildbahn zu sehen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen, vllt. eine „once in a lifetime experience“. BL grenzt an den Gunung Leuser National Park und ist Rückzugsgebiet für ca. 5000 Orang Utans. Überhaupt waren Affen ständige Begleiter in Bukit Lawang, ob auf dem Restaurantdach, bei dem Versuch Früchte aus dem Garten zu klauen oder einfach in den Bäumen die die Jungle Lodge von Wawan umgeben.

Wawan und seine Kollegen waren maßgeblich daran beteiligt dass wir eine sehr,sehr gute Zeit in BL hatten. Wawan, seines Zeichen Lodgebesitzer, Tourguide und Kollege von Captain Jack hat sich im Dschungel sein eigenes Paradise geschaffen. Umgeben von Urwald, Affen, gutem Essen&Trinken und „good people“ wird so aus 3 Tagen schnell eine Woche im Dschungel.  Regen im Regenwald: „No rain, no forest man!“ Und keine Orang Utans, was sich aus dem Indonesischen in etwa mit „Menschen aus dem Wald“ übersetzen lässt. Die Begegnung mit ihnen in freier Wildbahn ist nicht zu vergleichen mit dem Aufeinandertreffen mit einer Glasscheibe dazwischen. Im Urwald sind wir in ihrem Territorium und das merkt man. Nicht wir beobachten die Orang Utans, sondern sie uns. Mustern, abschätzen, eine Show veranstalten, alles uns sehr ähnlich. Zu nahe sollten sie einem nicht kommen, da sie einen ausgewachsenen Mann ohne weiteres nach oben in die Bäume heben können (Da hat sich das Tele mal gelohnt). Leider hatten wir nur einen Tag das Vergnügen mit den imposanten Tieren, ich bin mir aber sicher wieder zurückzukommen und ein einwöchiges Trekking mit Wawan zu machen – also evtl. nicht ganz a „once in a lifetime experience“.  Je tiefer im Dschungel, desto weniger, bzw. keine Zivilisation, dafür aber Orang Utans komplett in ihrem Revier. Die Kollegen Primaten die uns in unserem Guesthouse regelmäßig besucht haben sind da von anderem Schlag und sehr anpassungsfähig, sodass ihr aufeinandertreffen mit unserer Zivilisation wesentlich weniger Problematisch ist. Das Problem der Orang Utans sind übrigens hauptsächlich die sich vergrößernden Palm Tree Plantagen, die sich seines natürlichen Lebensraum bemächtigen,  u.a. um für uns Biosprit zu liefern.

Was hatte uns Bukit Lawang sonst noch zu bieten? Einen farbenfrohen, lebenslustigen  Markt:

Und natürlich einen Haufen überaus freundlicher, lebenslustiger Indonesier:

Natur pur, hier wächst vieles von dem was man bei uns im Supermarkt gerne kauft. Maracujia, Papaya, Ananas, Mango, Bananen, Zimt, Ingwer usw. Hinzu kommen dann noch ein Haufen Früchte die anscheinend nicht tauglich für unseren Markt befunden worden sind, warum weiss ich auch nicht, da sie nahezu alle sehr lecker sind. Und das ein Dschungel sowohl visuell als auch akustisch eine grandiose Kulisse bietet ist selbstredend.

Just good times again, long nights, good drinks&smoke, great nature and a bunch of nice people!

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