Schlagwort-Archive: China

The Big Poo Incident

Zur Vorgeschichte:

Nach einem dreiviertel Jahr gemütlichen Zusammenlebens auf 16 qm im Beiwaier International Student Dormitory aka Guojiaolou und dem Ende der Sprachkursphase meines Stipendiums haben Tobi und ich uns nun endlich eine eigene Wohnung gesucht. Unser neues Zuhause liegt in der Nähe des Beijinger Lama-Tempels, mitten in den Hutongs. Die Hutongs sind auf ihre eigene Weise eine Art Altstadt Beijings: Wo ansonsten eher Hochhäuser und Apartment-Blocks das Bild Beijings prägen, gibt es hier kleine, ein- bis zweistöckige Häuser, viele mit traditionellen Elementen verziert, schmale Gassen, viele Bäume und gemütliche Bars und Cafés überall. In einigen Ecken der Hutongs tummeln sich auch bereits die wenigen Hipster, die Beijing bislang so hervorgebracht hat (was vermutlich an der Vielzahl kleiner In-Kneipen und –Shops liegt). Gerade nach einem dreiviertel Jahr 15. Stock im Hochhaus lebt es sich hier sehr, sehr genehm. Nachts ist es extrem ruhig, durch das Fenster kann man Bäume sehn und durch unsere gar fantastische Dachterrasse gibt es auch endlich wieder einen Platz zum gemütlich draußen sitzen, sonnen, grillen usw.

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Kurioses I

Gestern in einem Restaurant am Fuße des Huangshans bei einer Suppe und einer halbwegs flüssigen Unterhaltung auf Chinesisch:

„Der König von Deutschland heißt doch Berlusconi, oder?“

 


Zahl des Tages

23 Stunden 32 Minuten! Solange wird mein Zug vorrausichtlich brauchen um mich von Beijing nach Shenzhen zu bringen. Das sind ca. 2400 km.

Ich fahre hier in China gerne mit dem Zug , es hat was entschleunigendes. Man liegt in seinem halbwegs bequemen Bett, kommt mit Mitreisenden in Kontakt und sieht die unterschiedlichsten Landschaften vorbei ziehen. Eigentlich eine sehr angenehme Art zu reisen. Nicht ganz so angenehm sind meistens die Klos (Dünnpfiff sollte man wirklich nicht haben). Wer sich an lauten, schmatzenden, merkwürdige Töne von sich gebenden Chinesen stört, für den ist eine solche lange Zugfahrt vllt. auch nicht unbedingt geeignet. Ansonsten wird man im Zug rundum versorgt, günstiges Essen, Trinken, Snacks, Bier…alles was das Herz begehrt wird angeboten.

Sodenn bis demnächst aus dem hoffentlich etwas wärmeren Süden


Hit the road again!

Die nächsten Wochen wird es weniger Einträge zu China geben, sondern eher Reiseberichte. Es ist wieder soweit, es gilt neue Horizonte zu ergründen. Noch bin ich zwar nicht unterwegs, aber es handelt sich nur noch um Tage. Katrin ist bereits in Shanghai und ich werde mich Ende der Woche Richtung Süden auf den Weg machen. Kurzer Abstecher nach Shenzhen zum Büx und dann Anfang nächster Woche nach Indonesien. Dort erstmal den Ed besuchen, und dann mal schaun!

Nach Shenzhen geht es mit dem Zug, und der Ticketkauf war mal wieder ganz China-like: weiterlesen


China und die Steinzeit

Es wird unschön, wir begeben uns in die Niederungen des chinesischen WWW. Dort findet man manches gar nicht (die drei großen T´s), manches kurioses und ziemlich gestörtes, wie dieses Fundstück hier.

Eine Website die sich aufschwingt gegen das Übel der Menschheit, Sexualität, ins Felde zu ziehen. Besonders an Homosexualität, Onanie und Exzessen wird die Welt zu grunde gehen, wie uns hier gelehrt wird. Die Kategorien der Website tragen Namen wie „Opfer der Homosexualität„, „Laster der Selbstbefriedigung“ (zur illustration werden Bilder von 1844 herangezogen), „Boshaftigkeit der sexuellen Freizügigkeit“ usw…Zum Ende gibts dann als Krönung den „Altar der Reue“! weiterlesen


Der Spiegel und China 2

Heute weiß der Spiegel:

China gibt den Euro-Retter. Auf seiner Europa-Tour kündigt Vizepremier Li Keqiang weitere Finanzspritzen an. Doch hinter der kapitalkräftigen Charmeoffensive steckt knallharte Interessenpolitik.

Vorsicht Captain Obvious! Da vergißt man glatt das alles was unsere Regierung tut, von Nächstenliebe, Mitgefühl und Selbstlosigkeit getragen ist.

Interessant wird es dann dort wo dargestellt wird, warum Chinas Hilfe „alles andere als ein Selbstloser Akt“ ist. Dort liest der geneigte Leser: weiterlesen


Der Spiegel und China

Der Spiegel glänzt heute mit tiefen Einsichten zu China. Natürlich dürfen als Titelbild in der Onlineausgabe ein Haufen Chinesen in Rot nicht fehlen, den richtig, wir erinnern uns, China ist die „Rote Gefahr“ (wahlweise auch Gelb)

Gar verwunderlich wird es dann im Artikel, in dem kurz und bündig die drohenden Gefahren für China selbst, resultierend aus dem eigenen Wachstum, dargestellt werden. weiterlesen